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Ulrich Safferling Productions

Redaktionsbüro USP # Geschichten über Autos, Reisen und Menschen

Jetzt neu – OCTANE 24!

OCTANE 24 vom August/September 2016 – mit Leseprobe!

Fast hätte ich es vergessen über die vielen spannenden Klassik-Veranstaltungen in diesem Sommer – wir sind natürlich mit einer neuen OCTANE unterwegs! Hier exklusiv mit Inhalt und einer Leseprobe vom Lincoln Continental Boano, ein völlig abgefahrenes Konzeptauto. Also, reinschauen, anlesen und – Heft kaufen!

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Druckfrisch – OCTANE 23!

Leseprobe OCTANE Ausgabe Juni/Juli 2016

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Man muss ja nicht gleich alles lesen, deshalb hier nur eine Kostprobe. Und wer sich dann doch noch für den DKW Elektro-Laster von Wangerooge oder den Prototyp AC MA 200 interessiert, der muss in der Buchhandlung vorbeischauen. Oder mich fragen.

Rückblick Techno Classica 2016

„Klassik-Weltmesse“ nennt sich die Techno Classica in Essen. Um überdeutlich zu betonen, dass man die Nummer 1 im Markt ist. Da ist seit der ersten Classica anno 1989 viel Konkurrenz dazu gekommen, manche Stadt hat gerne die Oldtimer-Klientel bei sich zu Gast. In Essen ist man also auf der ersten und größten Messe dieser Art. Die Zahlen sprechen für sich: 1250 Aussteller zeigten 2500+ Fahrzeuge auf 127 000 Quadratmetern. Mehr als 200 000 Besucher sahen Liebhaberautos im Wert von mehr als 500 Millionen Euro. Da liegt das Problem.

Es ist eine Show der Superlative – der teuren und teuersten Klassik-Modelle. Gezeigt wird, was am meisten gefragt ist: Porsche, Mercedes, Lamborghini, Ferrari … und dann wird es schon sparsam mit der Auswahl. Weil an einem schönen Fiat Spider eben nicht so viel zu verdienen ist wie an einem 911 S. Weil der Volvo 1800 ES  zwar rar, aber nie so teuer wird wie ein Mercedes 300 SL. Und weil der Fan eines Citroen Mehari eben nie so viel Geld für eine Restauration in die Hand nehmen wird wie der Freund eines Lamborghini Miura. Für Vielfalt sorgen nur die Clubs, die Teilehändler und die geduldeten Privatanbieter.

Besonders tragisch trifft es offenbar die Vorkriegsmodelle, die sowieso schon in der Liebhaber-Nische sitzen. Vor fünf Jahren gab es da noch tolle und viele Modelle in Essen zu sehen. Heute freut man sich über einen einzigen Hispano-Suiza oder Panhard-Levassor. Vermutlich wurden die anderen verdrängt von den riesigen Ständen der Hersteller mit perfekten Modellen aus werkseigenen Restaurationsabteilungen. Dort punkten jetzt auch Lamborghini und Land Rover. Jaguar lässt sogar neun alte XKSS wieder aufbauen, die 1957 bei einem Brand zerstört wurden. Neuwagen mit alter Technik – eine Million Pfund pro Stück für Superreiche, bei denen schon viele Klassiker in der Garage verstauben.

Da ist sie dahin, die Oldtimer-Leidenschaft. Vielleicht sollte man aus der Techno Classica zwei Messen machen. Einmal als reine Verkaufsshow schöner, teurer Autos für Leute, die Oldtimer als lnvestition in den Keller stellen. Und einmal für Menschen, die ihren alten, und so gar nicht perfekten Oldtimer liebevoll in Bewegung halten. Und die auf der Classica Gleichgesinnte treffen und sich für Autos begeistern, ohne sie besitzen zu müssen. Und die nach Raritäten suchen. So habe ich habe auf der Classica endlich den Schlüsselmann getroffen, der mir einen Zweitschlüssel für meinen Audi 80, Bj. 1991, gefräst hat. Hurra!Lamborghini Miura auf der Techno Classica 2016

Marketing vor 85 Jahren

Es ist kein rundes Jubiläum, aber trotzdem ein Jahrestag: Vor 85 Jahren startete Citroën die „Croisière Jaune“, „die Gelbe Expedition“. Eine Abenteuer-Reise oder vielmehr Marketing-Aktion von mehr als 12 000 Kilometern durch ganz Asien, um die Bekanntheit der französischen Marke zu steigern. Bereits sieben Jahre zuvor hatte André Citroën aus demselben Grund eine 28 000 Kilometer lange Expedition durch Afrika finanziert, die Croisière Noire.

Mit den eigenes konstruierten Citroën-Halbkettenfahrzeugen „Kégresse“ brachen zwei Teams am 4. April 1931 auf. Start. Beirut. Ziel: Peking. Auf der Strecke galt es einige natürliche Hindernisse zu überwinden, zum Beispiel die Wüste Gobi, das Pamir-Gebirge und den Himalaya. Nach 315 Tagen erreichten die Teams aus Archäologen, Geologen, Sinologen, Journalisten, Fotografen und Filmemachern am 12. Februar 1932 die chinesische Hauptstadt. Da der Expeditionsleiter Georges-Marie Haardt kurz darauf verstarb wurden Fahrzeuge und Mannschaft per Schiff nach Frankreich zurückgebracht.

Gelbe Kreuzfahrt 1931

(Fotos: Citroën)

 

Mit einem Sechszylinder …

BMWIIIa1917.jpg… fing vor 100 Jahre die Geschichte der Bayerischen Flugzeugwerke an, die sechs Jahre später als Bayerische Motoren Werke firmierten. Jetzt darf man streiten, ob der 7. März 1916 und der Eintrag ins Handelsregister der richtige Geburtstag ist. Geht BMW doch auf die Rapp Motorenwerke zurück, deren Hauptaktionär Castiglioni die Namensrechte BMW 1922 auf die Flugzeugwerke übertrug. Komplizierte Verhältnisse. Feiern könnte man also noch 2022. Gefolgt von 2023 mit 100 Jahren Motorradbau. Und 2028 – 100 Jahren Autobau. Da wird sicher etwas nachgereicht.

Jetzt geht es vor allem umd den Flugmotor IIIa, der im Festbetrieb um das Concept Car Vision NEXT 100 ein wenig untergegangen scheint. Mit diesem Reihensechszylinder hat es begonnen und diese Konstruktion gilt bis heut als Krönung der Motorenbaus. Der IIIa hatte 19,1 Liter Hubraum und leistete bis zu 260 PS. Mit ihm wurde die Fokker D.VII ausgerüstet, die als eines der besten Jagdflugzeuge des 1. Weltkriegs gilt. Insgesamt wurden etwa 700 Motoren gebaut. Als nach dem Krieg auf zivile Produkte umgestellt werden musste, folgte 1923 das erste Motorrad, die R 32. Und 1928 mit der Übernahme der Fahrzeugfabrik Eisenach die Autoproduktion. Aber das ist ein neues Kapitel.20130420212403!D7f.jpg

(Fotos: BMW AG, Wikipedia)

Peel? Nicht Emma, P50!

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Einer der wenigen Peel P50 auf dieser Welt wird  am 12. März 2016 versteigert. Warum das wichtig ist? Weil der P50 das kleinste Auto der Welt ist: 1,34 Meter kurz, das ist weniger als die Hälfte eines Smart Fortwo! Und ganze 59 Kilo leicht, was das Wenden von Hand einfach macht. Das ist nötig, weil es keinen Rückwärtsgang gibt. Ausgedacht hat sich das Microcar die Peel Engineering Company von der Isle of Man. Und die Insel ist ja für Besonderheiten mehr als bekannt. Man denke nur an die Katzen ohne Schwanz. Wieviel P50 von 1961 bis 1963 gebaut wurden ist nicht sicher, die Angaben schwanken zwischen 50 und 120. Hängt davon ab, ob man andere Peel-Modelle mitzählt – Manxcar, Trident und Viking. Übrigens: Wer damals 195 Pfund für seinen P50 zahlte macht heute ein Geschäft. RM Sotheby´s veranschlagt den Peel mit 75 000 bis 100 000 Dollar. Last news: Den Peel wollten fast alle haben – stolze 176 000 Dollar hat er gebracht

(Foto: Greg Keysar/RM Sotheby´s)

Letzter Chitty-Bang-Bang

Vor zehn Jahren erblickte einer der erstaunlichsten Nachbauten der Oldtimer-Welt das Licht in Sinsheim – der Brutus! Ein Rennwagen im Brooklands-Stil der 30er Jahre mit einem Flugzeugmotor auf einem Vorkriegs-Chassis. Als „Erfinder“ dieser Autos gilt der rennbegeisterte Graf Louis Vorwog Zborowski (1895-1924). 1921 sorgte er mit dem Ungetüm Chitty-Bang-Bang für Furore. Und exorbitante Rundenzeiten.

Den bislang letzten Monsterwagen dieser Machart konstruierte das Auto & Technik-Museum Sinsheim von 1998 bis 2006. Auf ein American La France Feuerwehr-Chassis von 1907 wurde ein BMW V12-Flugmotor mit knapp 47 Litern Hubraum montiert. Das bedeutet rund 550 bis 750 PS, die über einen Kettenantrieb an die Hinterachse abgegeben werden. Einmal wurden 200 km/h Topspeed erreicht – doch das hat sich erst ein Fahrer mit dem Brutus zugetraut. Eine Augenweide ist er trotzdem.

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(Foto: Auto & Technik Museum Sinsheim)

Auktionsrekord in Paris

 

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Mit 32,1 Millionen Euro hat es auf dem Salon Retromobil in Paris am 5. Februar 2016 einen neuerlichen Auktionsrekord für den teuersten Oldtimer aller Zeiten gegeben: Unter den Hammer kam ein Ferrari 335 S Spider Scaglietti von 1957, der nur viermal gebaut wurde. Knapp elf Minuten soll der Bieterstreit gedauert haben, dann fiel der Hammer für einen unbekannten Liebhaber aus den USA.

Der Rennwagen wird von einem 4 Liter V12 mit 400 PS befeuert und war mit mehr als 300 km/h Topspeed zehn Jahre lang der schnellste Ferrari der Welt. Rennfahrer wie Maurice Trintignant, Mike Hawthorne und Wolfgang Graf Berghe von Trips steuerten das Auto, bis es 1970 zur Sammlung von Pierre Bardinon kam. Die Erben liessen es jetzt versteigern. Der bisher teuerste Oldtimer war ein Ferrari 250 GTO Berlinetta von 1962, der 2014 für 38 Millionen Dollar versteigert wurde – das waren damals umgerechnet 28,1 Millionen Euro.

(Foto: ARTCURIAL)

 

Landy forever

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Am 29. Januar 2016 endete in Solihull die Produktion des Ur-Land Rover nach 68 Jahren und 2.016.933 Exemplaren der verwandten Serien I, II, III und Defender. Da dieser Platz für die ganze Historie nicht reicht, hier nur ein paar Zahlen: In 4190 Montageschritten und 56 Stunden entstand aus bis zu 8953 Teilen ein Defender. Mehr als 75 Prozent aller gebauten Landys sollen noch unterwegs sein und damit das so bleibt, hat Land Rover aus der alten Produktionsstraße eine Heritage-Line gemacht: Dort arbeiten künftig 12 Handwerker mit zusammen 172 Jahren Landy-Erfahrung an der Restauration alter Land Rover. Bravo! Auf die nächsten 68 Jahre!

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(Fotos: Land Rover)

 

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